Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zum Thema Autogas. 

Nimmt mein Motor im Gasbetrieb schaden?
Nein. Vorausgesetzt das folgende Aspekte berücksichtigt werden.

1.  Vorspiel:
Im Vorfeld der Umrüstung ist das jeweilige Fahrzeug auf seine Eignung für den Gasbetrieb hinsichtlich der Problematik mit weichen Ventilsitzen zu prüfen. 
Bei nachweislich gefährdeten Modellen erhalten Sie eine ehrliche Auskunft, welche sofern erforderlich mit dem Angebot einer Ventilsitzüberarbeitung einhergeht.

2.  Einstellungssache:
Ohne die richtige Justage nutzt die beste Anlage nichts. Um Probleme mit hohen Brennraumtemperaturen und Fehlzündungen auszuschließen ist Kompetenz beim Einstellen der Parameter des Gassteuergerätes gefragt. Unser Fachpersonal weiß dank über zehnjähriger Erfahrung im Einbau & Wartung von Autogasanlagen, worauf es ankommt.


3. Fahrplan:
Unabhängig vom Fahrzeugtyp und Gasanlagensystem, werden permanente Volllastfahrten jenseits der 4000 Umdrehungen nicht empfohlen. Hintergrund dabei ist  die mangelnde Schmierung der Auslassventillsitze, welche auf die rückstandsfreie “trockene“ Verbrennung zurückzuführen ist. Dieser Hinweis ist in gewisser Weise als Deutschlandspezifisch zu sehen da wir im Gegensatz zu unseren Autogaserprobten Nachbarländern noch das einzige Land sind ohne Tempobeschränkung auf  der Autobahn. Motto: Freie Fahrt für freie Bürger

 
Was versteht man unter bivalenten Fahrzeugen?
Bivalent heißt, dass man sowohl mit Autogas wie auch mit Benzin fahren kann. Der Benzinbetrieb bleibt im Zuge der Umrüstung für die Nutzung von Autogas unberührt.
 
Warum dürfen Autogastanks nur zu 80% befüllt werden?
Der Autogastank benötigt immer einen Sicherheitsbereich, um die Ausdehnung des flüssigen Autogases bei Temperaturschwankungen zu ermöglichen. Die automatische Füllstandsregelung beendet den Tankvorgang, bei einem Füllvolumen von 80% des Gesamtvolumens. (maximaler Füllstand)
 
Ist es möglich Dieselfahrzeuge auf Autogas umzurüsten?

Der technische Stand sieht eine derzeitige Umrüstung von Dieselfahrzeugen im PKW-Segment zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

 
Ist Autogas gesundheitsschädlich?
Flüssiggas bzw. Autogas ist ungiftig und daher wesentlich unbedenklicher im Einsatz wie z. B. Benzin.
 
Dürfen Autogasfahrzeuge in Parkhäusern mit Tiefgaragen parken?
Ja. Seit Inkrafttreten der novellierten Garagenverordnung am 30.11.1993 ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen, welche mit Flüssiggas betrieben werden, auch in Tiefgaragen in allen Bundesländern zulässig.
 
Wie stelle ich fest, dass Autogas austritt?
Das eigentlich geruchlose Autogas ist odiert, d. h. dem Flüssiggas wird ein markanter Geruchsstoff beigemischt, dadurch riecht man sofort, wenn Autogas austreten sollte.
 
Wie sicher sind Autogastanks?
Der druckfeste Behälter besteht aus 3,5 mm starkem Stahl. Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen, z. B. ein Sicherheitsventil und ein automatisch arbeitender Befüllstopp am Autogastank, sorgen dafür, dass sich in der Autogasanlage kein unzulässiger Druck aufbauen kann. Ferngesteuerte Absperrarmaturen, Rückschlag- und Rohrbruchventile verhindern zuverlässig ungewollten Gasaustritt. Autogastank, Verschraubungen und Sicherheitseinrichtungen gewährleisten selbst bei einem Unfall oder bei Brand einen größtmöglichen Sicherheitsstandard.
Jeder installierte Autogastank durchläuft eine umfangreiche Sicherheitsprüfung. Crashtests belegen, dass die Tanks auch den härtesten mechanischen und technischen Belastungen standhalten. Dies gilt auch im Falle eines Brandes.

 
Ist Autogas sicher?
Autogas ist genauso sicher oder gefährlich wie Benzin oder Diesel. Die Bauteile der Autogasanlage sind besonders geprüft und nach ECE-Vorschriften typgenehmigt. Der Einbau der Anlage erfolgt unter Einhaltung der Regeln der StVO und wird von TÜV/DEKRA begutachtet.
 
Wie wirkt sich der Einbau einer Autogasanlage auf die Kfz-Steuer aus?
Da in Deutschland die Kfz-Steuer unter anderem auch nach den Abgasemissionen bemessen wird, bleibt diese im jetzigen Zustand unverändert. Jedoch stellt die öffentliche Diskussion über die Co2-Besteuerung die Autogasthematik mehr in den Vordergrund, da diese den Co2-Austoß um bis zu 20% reduzieren.
 
Entspricht der Autogas-Verbrauch dem Benzinverbrauch?
Fahrzeuge im Autogasbetrieb verbrauchen bis zu 20 Prozent mehr Kraftstoff als im Benzinbetrieb.
 
Was muss ich beim Tanken im Ausland beachten?
In Europa haben sich Tankadapter durchgesetzt:
  • ACME (in Belgien, Deutschland, Irland, Österreich, Polen)
  • Bajonett (in Spanien, Großbritannien, Niederlande)
  • Dish Coupling (in Frankreich, Griechenland, Italien, Polen, Portugal, Türkei)
 
Wo wird Autogas eingefüllt?
Wie Benzin wird Autogas in Tanks gefüllt. Als Kraftstofftanks werden spezielle Autogastanks (Stahlbehälter) verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind.
 
Kann man beim Tanken etwas falsch machen?
Die Zapfsäulen für Autogas- und Erdgastankstellen sind eindeutig gekennzeichnet und haben unterschiedliche Einfüllventile, damit wird eine Verwechslung ausgeschlossen.
 
Ist das Betanken schwierig?
Das Tanken von Autogas ist durch die Fachgerechte Umrüstung der Fahrzeuge ebenso einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Betankungszeiten sind sehr kurz und vergleichbar mit denen bei konventionellen Kraftstoffen.
 
Wie groß ist die Reichweite im Gasbetrieb?
Je nach Tankgröße und Verbrauch 350 bis 1000 km

 
Wie oft müssen die Autogastanks geprüft werden?
Alle 20 Jahre. Es ist in der Regel kein Austausch erforderlich.

 
Was kostet eine Umrüstung?

Dies hängt in erster Linie von der Anzahl der Zylinder des umzurüstenden Fahrzeugs ab. Außerdem hat das Alter und die Leistung des Fahrzeugs entscheidenden Einfluss auf die Gasanlagenart. Das Umrüsten von älteren Fahrzeugen mit Vergasertechnik oder zentraler Gemischbildung (Monopoint) ist bereits ab 1500,- Euro möglich. Die Nachrüstung Vollsequenzieller Anlagen (Prins, BRC, KME) für  modernere Fahrzeuge mit einzelner Gemischbildung (Multipoint) ist ab 2000,- Euro zu haben. Der Einstieg bei Flüssiggaseinspritzsystemen (Vialle LPi, liegt bei 2500,- Euro.
Siehe auch  Kosten und Rentabilität

 

 
Was wird am Fahrzeug verändert bei der Umrüstung?

Nicht viel. Bei der Umrüstung bleibt der Motor unverändert. Sie können nach wie vor auch mit Benzin fahren. Es werden lediglich einige neue Elemente eingebaut. Siehe auch Was passiert mit Ihrem Auto beim Nachrüsten?
 

 
Wie funktioniert eine Autogasanlage?
Vom grundsätzlichen Aufbau her überführt ein Verdampferdruckregler das aus dem Tank in flüssiger Form geleitete Autogas in einen gasförmigen Zustand. Gleichzeitig wird dieses Gas auf den für die Gemischbildung notwendigen Druck reduziert. Moderne Autogassysteme ähneln prinzipiell einer Benzineinspritzanlage und erfassen zur Regelung der Gemischbildung eine Vielzahl von Motorkenngrößen. Sie führen dabei das Gas mit Überdruck in separaten Leitungen direkt bis vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder. Ein Mikroprozessor regelt den Autogasantrieb und stellt so eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte Verbrennung im Motorsicher.
Die speziellen Eigenschaften von Flüssiggas ermöglichen sowohl die Einspritzung von gasförmigem als auch von flüssigem Autogas. Im Gegensatz zu Gasphase-Einspritzsystemen entfällt bei Flüssigphase-Einspritzsystemen die Verdampfereinrichtung. Bei diesen Anlagen sichert eine im Autogastank installierte Pumpe in Verbindung mit einem Druckregler einen konstanten Druck der Flüssigphase vor den elektromechanischen Einspritzdüsen. Das Flüssiggas wird vom Tank durch das Pumpmodul über eine Gasleitung zu den Einspritzdüsen befördert. So wird durch erhöhten Druck das flüssige Gas direkt vor die Einlassventile des Motors gespritzt. Der Gasüberschuss kehrt durch Rückleitungen zum Tank zurück und durchläuft dabei die Druckregeleinheit, die den benötigten Gasdruck an den Einspritzdüsen aufrecht erhält. Ein Kontrollmodul analysiert dabei die Informationen, die es aus dem Datenspeicher des Tanks erhält. Dieses System funktioniert in weiten Bereichen ganz ähnlich wie das Einspritzen von Benzin bei Benzinmotoren.
 
Welche Vorteile hat Autogas?

Die Vorteile auf einen Blick

  • Die Umrüstung ist für fast alle Fahrzeuge mit Ottomotor preisgünstig möglich
  •  Reichweite im Gasbetrieb bis zu 1.000 km;
  •  Bivalenter Antrieb: Wahlweise Antrieb mit Autogas oder Benzin.
  •  In Deutschland ist Autogas bis Ende 2018 steurerlich begünstigt.
  •  Kaum spürbare Leistungseinbußen des Motors
  •  Umweltfreundlich: Bis zu 80 % weniger Schadstoffe und bis zu 15 % weniger CO2 als bei Benzin  oder Diesel
  •  So sicher wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge
  •  Steigerung des Wiederverkaufswerts des Fahrzeugs
Siehe auch Überzeugende Fakten
 
Gibt es genügend Tankstellen?

Zurzeit gibt es  5930 Autogas Tankstellen in Deutschland. Ähnlich flächendeckend ist die Versorgung im europäischen Ausland.
Siehe auch Tankstellennetze
 

 
Was ist Autogas?

Autogas oder LPG (Liqufied Patrolium Gas) handelt es sich um ein Abfallprodukt der Erdölverarbeitung. Die Mischung aus Butan und Propan fällt bei der Raffinierung des Rohstoffs zu Benzin und Diesel an. Diese Flüssiggase besitzen unterschiedliche Eigenschaften: Propan ist leichter und verflüssigt sich bei niedrigeren Temperaturen als Butan, dass dafür aber einen höheren Energieanteil pro Volumeneinheit besitzt. Das Mischungsverhältnis beträgt marktbedingt im Sommer 40/60 (prozentual Propan/Butan) und im Winter 60/40. Da Propan weniger Energie liefert als Butan, kommt es daher im Winter zu einem leicht höheren Verbrauch von Autogas. Des Weiteren enthält Autogas einen geringen Anteil Propylen (3-5%) – ein Nebenprodukt, dass beim Raffinationsverfahren entsteht; sowie ein Geruchsmittel. Dies wird als Sicherheitsmaßnahme beigemischt, da reines Autogas geruchs- und farblos ist. Autogas zeichnet sich außerdem durch einen hohen Reinheitsgrad aus. Dies verhindert das altern und Autogas ist somit praktisch unbegrenzt haltbar. Im Vergleich zu Benzin besitzt Autogas eine sehr hohe Klopffestigkeit und je nach Mischungsverhältnis eine Oktanzahl von ca. 101 bis 111 ROZ (Researchoktanzahl).
Siehe auch:  Was ist Autogas? Wie funktioniert der Antrieb?

 
Wie lange dauert die Reparatur, wie lange wird der Kunde warten?
Die Umrüstdauer variiert je nach Anlagenhersteller. Im Schnitt dauert die Umrüstung 3 Tage.

 


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Ökonomisch

Autogas ist nur etwa halb so teuer wie Benzin. Und das wird auch so bleiben, denn seine Verwendung  wird staatlich gefördert – nicht zuletzt wegen seiner Umweltfreundlichkeit. Und diese Vergünstigung wurde bis zum Jahr 2018 festgeschrieben.
 

Ökologisch

Autogas kann schon heute einen effektiven Beitrag leisten, die vom Straßenverkehr verursachten Umweltbelastungen erheblich zu reduzieren, ohne jedoch Umweltschutz mit einem Verzicht auf individuelle Mobilität gleichsetzen zu müssen. 80% weniger gesundheitsschädlicher Abgasemissionen und 18% weniger CO2 Ausstoß sprechen für sich.

Sicher

Kein Grund zur Sorge. Autogasanlagen sind sicher! Bei Unfällen bieten sie den Insassen sogar mehr Sicherheit als konventionelle Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Selbst Brandtests haben gezeigt, dass mit Autogas betriebene Fahrzeuge nicht gefährlicher sind als vergleichbare Benziner.