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Am 14.04.2009 strahlte das ZDF einen Bericht über Autogas im Rahmen der Sendung Frontal21 aus.
Dieser Bericht rückte den alternativen Kraftstoff Autogas in ein ungerechtfertigt schlechtes Licht. Einige der dargestellten Thematiken und Argumente können wir als Einbaubetrieb, Schulungsstätte und auch selbst als Autogasfahrer nicht oder nur sehr schwer nachvollziehen.
Nach unserem Empfinden zielte die Sendung zu einseitig auf mögliche Schäden ab, die durch den Einbau und die Nutzung einer Autogasanlage entstehen können. Gleichzeitig wird als Ursache nahezu ausschließlich die Verunreinigung des Kraftstoffes Autogas als Verursacher ausgemacht.
In mehreren Tests, wie beispielsweise von der Westfalen AG, wurde bereits nachgewiesen, dass die durch die DIN E 589 freigegebene Richtlinie in Bezug auf die erlaubten Abdampfrückstände (von Frontal21 Verunreinigungen genannt) um ca. 50% unterschritten wird. Diese Rückstände dürfen max. 100mgr/ Kilogramm nicht überschreiten. In der Realität jedoch bewegt sich der Verschmutzungsgrad bei etwa 50mgr/ Kilogramm.
Unverständlich ist weiterhin, dass nur rudimentär auf andere mögliche Ursachen eingegangen wurde. Vernachlässigt wurde vor allem der Hinweis auf schlechte Einbauqualität in Folge von nicht geschulten oder zertifizierten Einbaubetrieben oder privaten Einbauten, der Hinweis auf das korrekte Handling der Autogasanlage und der Hinweis auf die extrem unterschiedliche Qualität der Anlagen verschiedener Hersteller.
Wir möchten an dieser Stelle nur einige Fragen auflisten, die erheblich auf das Ergebnis der Redakteure hätten einwirken können.
1. Waren alle Autogasanlagen, die mit Mängeln behaftet waren, professionell eingebaut? Wurden originale Anlagen oder Nachbauten verwendet? War der Einbaubetrieb auf den Einbau der Anlage geschult?
2. Wurden alle Bauteile korrekt verwendet? Die Verwendung von Schläuchen beispielsweise, die nicht der ECE entsprechen, jedoch günstiger sind, können zur Folge haben, dass sich die von Frontal21 erwähnten Weichmacher lösen und ebenfalls zu Verklebungen an Ventilen und Filtern führen.
3. Wurden Additive verwendet, vor denen teilweise die Gasanlagenhersteller warnen, die an Gasbauteilen Olefine und Parafine hinterlassen und somit den Eindruck erwecken, das Flüssiggas sei verschmutzt? Diese Additive werden teilweise in den Autogastank gefüllt und durchlaufen somit die gesamte Anlage. Die Bestandteile dieser Additive verkleben im günstigsten Fall lediglich den Trockenfilter und führen in den meisten Fällen zu Problemen mit der Gasanlage.
4. Wurde die Anlage regelmäßig nach Herstellervorgabe professionell gewartet? Nach unserer Erfahrung wissen die meisten Autogasfahrer nicht einmal, das die Autogasanlage einer Wartung unterzogen werden muss. Bedenken Sie, dass bei Benzinfahrzeugen, die keinen Kundendienst durchführen lassen, ebenfalls Probleme auftreten können.
5. Wurden die Autogasanlagen sachgemäß bedient? Wir stellen immer wieder fest, dass Kunden zu uns kommen, die Ihre Anlage in einem anderen Betrieb haben einbauen lassen, dann jedoch Probleme haben. In nahezu allen Fällen liegt es an falsch verbauten Teilen, nicht durchgeführten Wartungen, einer unprofessionellen Kalibrierung der Anlagen oder der falschen Nutzung. Ein verschwindet geringer Bruchteil dieser Kunden wurde bei Verkauf und Übergabe der Autogasanlage auf den richtigen Gebrauch aufmerksam gemacht. Entgegen dem gezeigten Beispiel ist insbesondere der Gebrauch der Autogasanlage bei leuchtender Motorkontrolllampe stets zu unterlassen und die Ursache dafür bei einem geeignetem Fachbetrieb diagnostizieren zu lassen.
Über 300.000 Fahrer in Deutschland nutzen bereits - teilweise seit vielen Jahren - Autogas und sind zufrieden. In den Niederlanden und Italien bewegt sich die Zahl der Autogasfahrzeuge anteilig zum Gesamtbestand sogar wesentlich höher. Letztlich sind es immer Hersteller, die Autogasfahrzeuge anbieten, entwickeln und in Ihr Portfolio aufnehmen. Ist die Autogasanlage professionell eingebaut und geht der Kunde sachgemäß mit der Gasanlage um, wird es zu keinen Problemen kommen.
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